KfW zahlt Zuschuss für Lüftungs- und Heizungsanlagen

Lüften mit System und Wohlgefühl

Einen satten Zuschuss zahlt die KfW-Bank jetzt privaten Sanierern, die sich beim Lüften nicht mehr auf die „Hand-Methode“ verlassen wollen. Bis zu 7.500 Euro Förderung pro Wohneinheit erhält, wer ein automatisches Lüftungssystem einbauen lässt, teilt die unabhängige Agentur für Klimaschutz mit. Welche Voraussetzung Antragstellende erfüllen müssen, erläutert Agenturleiter Daniel Bearzatto.

 

„Energieeffizient Sanieren“ heißen die KfW-Programme, die sich an nachhaltig handelnde Bauherren richten. Wer seit dem 1. Januar 2016 eine neue Lüftungsanlage oder eine effiziente Heizung eingebaut hat oder es plant, kann hierfür jetzt Fördergeld bekommen. Den Antrag nimmt die Förderbank ab 1. April entgegen. An eine Bedingung ist der Zuschuss geknüpft, wie Daniel Bearzatto ausführt: „Parallel muss der oder die Antragstellende eine weitere förderfähige Maßnahme an der Gebäudehülle durchführen.“

 

Lüftungsanlagen für Wohngebäude – Wozu?

 

Nicht jedem erklären sich die Vorteile einer sogenannten kontrollierten Wohnraumlüftung von selbst. „Eine passend konzipierte Lüftungsanlage garantiert eine gleichmäßig gute und damit gesunde Qualität der Raumluft“, erklärt Bearzatto. „Sie hat genügend Sauerstoff und die Feuchtigkeit ist draußen, bevor sie sich niederschlagen kann. Auch mögliche Schadstoffkonzentrationen werden minimiert.“ Als spürbares Ergebnis fühlt der Mensch sich durchweg wohl.

 

Der Fachmann unterscheidet zwischen zentralen und dezentralen Anlagen. Für renovierte Altbauten eignen sich letztere besonders. Sie werden in jedem Raum einzeln installiert, so dass der Einbau eines umfassenden Luftkanalsystems entfällt. Über Luftdurchlässe in den Außenwänden wird die Luft zu- und abgeführt. Besonders wichtig ist dies in Badezimmern und Küchen.

 

Besonders klimafreundlich: Wärmerückgewinnung

 

Beim „Öffnen der Luken“ entweicht naturgemäß auch Wärme ungenutzt nach außen, das gilt gleichermaßen für den automatischen Luftaustausch. Wer eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung einbaut, hilft dem ab und handelt klimafreundlich. Denn bei dieser Technik entzieht ein Wärmetauscher der ausströmenden Luft 60 bis 80 Prozent ihrer Wärme. Damit wird die einströmende Luft vorgewärmt.

 

Antrag stellen ab dem 1. April

 

Ab April 2016 können Sanierende sowie Käufer von saniertem Wohnraum die neue Förderung nun beantragen. Den Einbau einer Lüftungsanlage unterstützt die KfW mit bis zu 6.250 oder 7.500 Euro pro Wohneinheit. Es gibt zwei Varianten: Kreditnehmer können sich über einen Tilgungszuschuss von bis zu 12,5 Prozent oder maximal 6.250 Euro freuen (Programm 151 / 152, Kredit). Wer sich für die zweite Version entscheidet, erhält 15 Prozent seiner investierten Umbaukosten oder maximal 7.500 Euro (Programm 430, Investitionszuschuss). Eine Bedingung für den Fördersegen gibt es allerdings: Der Eigentümer oder die Eigentümerin muss noch mindestens ein weiteres anderes Element an der Gebäudehülle energetisch sanieren, das förderfähig ist. Das kann beispielsweise der Einbau hochwertiger Fenster sein oder aber eine Dämmmaßnahme.

 

Auch Heizungstausch wird belohnt

 

Ebenfalls belohnt wird in den KfW-Programmen 151, 152 und 430 der Austausch einer alten, ineffizienten Heizung gegen eine moderne, sparsame Anlage. Die Förderbedingungen sind erfüllt, wenn die neue Heizung von einem Fachbetrieb optimal eingestellt wird.

 

Eine ausführliche Beratung rund um die energetische Sanierung erhalten Privatleute, Kommunen, Vereine und Unternehmen bei der unabhängigen Agentur für Klimaschutz. Die Erstberatung ist kostenlos.