EU-Label hilft beim Heizungskauf

Ab 26. September gilt das Energiesparlabel auch für Heizungen

Was bislang schon auf Fernsehern oder Geschirrspülern zu finden ist, ziert künftig auch neue Heizungen und Warmwasserbereiter: das Energieeffizienzlabel der EU. Welche Klassen es gibt und worauf Verbraucher achten sollten, erklärt Daniel Bearzatto, der Leiter der Agentur für Klimaschutz Kreis Tübingen gGmbH.

 

Wer seine Heizungsanlage oder den Warmwasserboiler austauschen will, bekommt ab dem 26. September 2015 eine weitere Entscheidungshilfe. Hersteller müssen ihre Geräte ab diesem Datum mit dem EU-Energielabel auszeichnen und somit energetisch klassifizieren. Während für Warmwasserbereiter die Kategorien A bis G gelten, erhalten Raumheizgeräte die Einteilung A++ bis G. Entscheidet sich der Käufer oder die Käuferin für eine Kombianlage, geht es sogar hoch bis zur Klasse A+++. Diese Label enthalten zudem eine Vielzahl von Informationen. „Die Sache ist also nicht so ganz einfach“, gibt Daniel Bearzatto zu bedenken.

Erfasst werden mit dem EU-Energielabel Wärmepumpen, mit Gas oder Öl betriebene Brennwertkessel, Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und Warmwassergeräte. Nicht bewertet werden bislang Feststoff-Heizsysteme wie Pelletheizungen und solarbetriebene Heizungsanlagen.

Die Klassen A++ und A+ erreichen bei den Heizungsanlagen ausschließlich Wärmepumpen und KWK-Anlagen. „Innerhalb einer Anlagenart sollte man sich an den besten Werten orientieren. Der Vergleich unterschiedlicher Heizsysteme ist jedoch mit Vorsicht zu genießen. Eine hohe Energieeffizienzklasse stellt nicht automatisch sicher, dass die Anlage für den vorliegenden Einsatzfall geeignet ist“, sagt Bearzatto.

Wer energetisch sanieren will, sollte zuvor am besten eine kompetente, unabhängige Beratung in Anspruch nehmen. Denn jedes Haus hat seine Eigenheiten, die berücksichtigt werden müssen. Die Energieagentur ist hierfür der richtige Ansprechpartner: Sie leitet durch den Dschungel von Fördergeldern, Energielabelklassen und Verordnungen.