Solaranlage jetzt checken

Wetterschäden aus dem Winter beheben

Durch Wartung optimalen Ertrag aus der Sommersonne schöpfen

 

Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen sind Wettereinflüssen wie Hagel oder Schnee ausgeliefert. Auch Verschmutzungen können die Leistung deutlich einschränken. „Wer jetzt seine Anlage überprüfen lässt, kann die Kraft der Sonne voll ausnutzen“, empfiehlt Daniel Bearzatto, Geschäftsführer der Agentur für Klimaschutz Kreis Tübingen.

 

Viele Solaranlagen haben bereits einige Jahre auf dem Buckel. Nach dem Einbau werden Sie nur selten gewartet. „Laub und Schmutz sowie Wetterschäden durch Schnee und Eis können den Wirkungsgrad massiv senken“, sagt Bearzatto. Der einfachste Test, um eventuelle Defekte an Photovoltaik-Anlagen zu orten, ist ein Blick auf den Ertrag. Ist er deutlich geringer als im Jahr zuvor, sollte der Besitzer einen auf Solaranlagen spezialisierten Fachbetrieb zu Rate ziehen. Die Funktionsfähigkeit thermischer Solaranlagen lässt sich schwieriger ermitteln.

 

Bei älteren Photovoltaik-Anlagen kann es sich lohnen, die Module neu zu verkabeln oder den Wechselrichter zu modernisieren. Neue Geräte erleichtern auch die Fernüberwachung der Daten. Offen liegende Kabel sollten ausgetauscht und dann vor der Sonne geschützt werden, da die UV-Strahlung der Isolierung schadet. Bei thermischen Solaranlagen ist es wichtig, sie auf ausreichenden Frostschutz und die Funktion von Kollektor- und Speicherfühlern zu testen.

 

Daniel Bearzatto empfiehlt Anlagenbesitzern, einen Wartungsvertrag abzuschließen: „Werden die Schäden frühzeitig entdeckt, kostet es nur ein paar Euro. Und Sie schöpfen bei regelmäßiger Kontrolle das Potential der Anlage maximal aus.“