Energetischer Durchblick beim Einkauf

Blauer Engel, Cradle to Cradle®, Upcycling                       Was ist was und was bringt´s?

Wer beim Einkaufen sein Augenmerk auf einen CO2-neutralen oder abfallfreien Herstellungsprozess und auf ökologische Wertigkeit richten möchte, hat große Auswahl. Eine Reihe von Labels und Bezeichnungen zieren die Produkte. Der „Blaue Engel“ und das Energielabel sind recht bekannt, doch was bedeutet „Cradle to Cradle®“ oder Upcycling? Daniel Bearzatto, Leiter der Agentur für Klimaschutz Kreis Tübingen erklärt es.

                                                                                                

EU-Energielabel

Beim Neukauf eines Fernsehers, einer Waschmaschine oder eines Wasserkochers lohnt ein Blick auf den Energieverbrauch. Einen Anhaltspunkt bietet das EU-Energielabel, das nach Buchstaben klassifiziert. Die höchste Kategorie variiert je nach Produkteklasse zwischen A und A+++ und verbraucht im Verhältnis am wenigsten Energie. Ab September 2015 wird das Gütesiegel auch Heizungsanlagen bewerten. http://www.umweltbundesamt.de >> Energielabel

 

Blauer Engel

Seit mehr als 35 Jahren bürgt der Blaue Engel für gesunde, umweltfreundliche und auch energiesparende Produkte. Neben Küchengeräten und Unterhaltungselektronik finden sich hier auch Bürogeräte, Heizungskessel und Dämmmaterialien. https://www.blauer-engel.de/

 

Cradle to Cradle®

Hinter dem kompliziert klingenden Namen, der zu Deutsch „von der Wiege bis zur Wiege“ bedeutet, verbirgt sich ein einfaches Prinzip: Die Produktion ohne Abfall – nach dem Beispiel der Natur. Die Bestandteile des Produkts können entweder wiederverwendet werden oder sind kompostierbar. Zertifiziert wurden beispielsweise T-Shirts, Schreibtischstühle, Häuser oder Trinkflaschen. http://epea-hamburg.org/de/content/zertifizierte-produkte http://c2c-ev.de/

 

Upcycling

Weg mit dem löcherigen Fahrradschlauch – oder etwa nicht? Vielleicht wird nach dem Upcycling-Prinzip eine schicke Umhängetasche daraus. „Aus alt mach neu“ sagte man früher. Moskitonetze, Kartoffel- und Futtersäcke, Schallplatten, Metalle oder alte Taxischilder: Kreative Köpfe basteln Brauchbares daraus. Unter dem Stichwort „Upcycling“ finden sich im Internet etliche Anbieter und Märkte. http://www.upcyclethat.com/

 

Repair-Cafés

Die einfachste Art, Geld und Energie zu sparen, besteht darin, Geräte möglichst lange zu benutzen. Sind sie defekt, ist die Reparatur über den Handel oft zu teuer. Abhilfe schaffen hier sogenannte Repair Cafés: ehrenamtliche Treffen, bei denen Freiwillige elektrische Geräte, Spielzeug, Fahrräder oder Möbel in Stand setzen. Kostenlos oder gegen einen leckeren Kuchen. http://repaircafe.org/de/