Naturdämmstoffe haben´s drauf

Seegras, Holzfasern oder Schafwolle

Sie dämmen Wärme und Schall und leiten Feuchtigkeit ohne zu schimmeln: Nachwachsende Dämmstoffe wie Holz, Flachs oder Kork eignen sich bestens für eine energetische Sanierung. Über ihre Eigenschaften informiert Daniel Bearzatto, Leiter der Agentur für Klimaschutz Kreis Tübingen.

 


Sie dämmen Wärme und Schall und leiten Feuchtigkeit ohne zu schimmeln: Nachwachsende Dämmstoffe wie Holz, Flachs oder Kork eignen sich bestens für eine energetische Sanierung. Über ihre Eigenschaften informiert Daniel Bearzatto, Leiter der Agentur für Klimaschutz Kreis Tübingen.

 

Im Sommer zu heiß, im Winter zu kalt; ein guter Teil der Heizenergie verschwindet nach draußen? Wer eine Gebäudedämmung plant, ist mit Naturprodukten wie Holz, Zellulose oder Flachs gut beraten. „Für die energetische Sanierung eignen sie sich bestens“, versichert Daniel Bearzatto, Chef der Agentur für Klimaschutz Kreis Tübingen, „denn die Materialien nehmen bis zu 30 Prozent ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit auf und wirken temperaturausgleichend“. Der Herstellungsprozess benötigt relativ wenig Energie – und problemlos recycelbar sind sie auch.

 

Bei der Auswahl ist wichtig, dass der Dämmstoff zum Bauteil passt. Hohlräume im Dach lassen sich mit flexiblen Materialien wie Holzwolle, Kokos oder Flocken füllen. Für Fußboden oder Außenwand dagegen sind druckfeste Platten notwendig, zum Beispiel aus Holzfasern oder Zellulose. Gegen Wärme isolieren Kork und Holzfaserplatten hervorragend. „Damit Hausbesitzer sicher durch den Datendschungel von Wärmeleitfähigkeit, Rohdichte oder Wärmekapazität finden, sollten sie sich unbedingt an einen Experten wenden“, rät Bearzatto.